24.06.2026,
17.30 Uhr

Gemeinderatssitzung

Öffentliche Dokumente

Sitzungsbericht zur öffentlichen Gemeinderatssitzung der Gemeinde Allmendingen  am 24. Juni 2026

 

-Bekanntgabe der Beschlüsse

 

 

TOP 1: Mitteilungen und Bekanntgaben

Bürgermeister Teichmann gab folgendes bekannt:

 

Grundschule Allmendingen – Juniorklasse

Ab dem Schuljahr 2027/2028 wird für Kinder aus der Region (Gesamtgemeinde Allmendingen sowie aus Ortschaften der näheren Umgebung) eine Juniorklasse in der Grundschule in Allmendingen eingerichtet. In der Juniorklasse sollen die Kinder in der Sprache und in anderen Entwicklungsbereichen gefördert werden um erfolgreich am Grundschulunterricht teilzunehmen.

 

Gemeinschaftsschule Allmendingen/Schelklingen – Anmeldezahlen

Für die Eingangsklasse (Klasse 5) der Gemeinschaftsschule liegen aktuell 11 Anmeldungen für das kommende Schuljahr vor. Gemäß § 30b Abs. 2 des Schulgesetzes Baden-Württemberg liegt die Mindestschülerzahl für auf der Grundschule aufbauende Schulen 16 Schüler/innen in der Eingangsklasse. Da die Mindestschülerzahl nicht erreicht ist, hat das Regierungspräsidium in Absprache mit der Schulleitung die Einrichtung von zwei jahrgangsgemischten Klassen 5/6 für das kommende Schuljahr genehmigt.

Sollte die Mindestschülerzahl in auch im darauffolgenden Schuljahr (zwei aufeinanderfolgende Schuljahre) unterschritten werden, ohne dass ein Antrag auf eine schulorganisatorische Maßnahme gestellt wurde, ist die Schule durch die Schulaufsichtsbehörde aufzuheben – es sein denn, ein entsprechender Bildungsabschluss ist nicht in zumutbarer Erreichbarkeit erreichbar.

 

Geschwindigkeitsbegrenzung B492

Im Rahmen der Lärmaktionsplanung wurde erneut die Geschwindigkeitsbegrenzung der B492 geprüft und aus Lärmschutzgründen beantragt. Mit Datum vom 05.06.2026 wurde die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h vom Ortseingang Allmendingen/Schmiechen bis zur Ampelanlage (Knotenpunkt B492/ K7422 / Ehinger Straße) durch das Landratsamt Alb-Donau-Kreis angeordnet. Die Umsetzung der Anordnung soll zeitnah erfolgen.

 

DRK Altkleidercontainer

Mit Schreiben vom 29.05.2026 teilte der DRK Kreisverband mit, dass die strukturelle Krise bei der Alttextilsammlung deutschlandweit anhält und sich die Marktsituation weiterhin schwierig gestaltet. Aufgrund der mangelnden Refinanzierung werden die Container im gesamten Gebiet bis spätestens 30.06.2026 abgezogen. Die Altkleiderabgabe soll in Abstimmung mit dem Landratsamt Alb-Donau-Kreis künftig auf dem Wertstoffhof möglich sein.

 

Ausgleichsstock

Für die Sanierung von landwirtschaftlichen Hauptwegen erhält die Gemeinde Allmendingen 170.000 € aus dem Ausgleichsstock. Die Fachförderung wurde bereits erhalten. Die Kosten für die geplanten Feldwegesanierungen betragen ca. 460.000 €. Die Sanierung ist für folgende drei landwirtschaftlichen Hauptwege geplant: Lichse, Steinlach und Mittelbahn.

 

Ferienbetreuung

Aufgrund der derzeit vorliegenden Anmeldungen findet die Ferienbetreuung nach aktuellem Stand wie folgt statt:

 

Woche 1 (24.08. – 28.08.2026): Halbtags ohne Mittagessen
Woche 2 (31.08. – 04.09.2026): Halbtags wahlweise mit/ohne Mittagessen
Woche 3 (07.09. – 11.09.2026): Halbtags wahlweise mit/ohne Mittagessen

 

 

TOP 2: Anpassung Kostenersatz für das Mittagessen an den Schulstandorten und im Kindergarten LuBe – Beratung und Beschlussfassung

Derzeit werden die Kosten für das Mittagessen an den Schulen und im Kindergarten Lube teilweise durch die Essensbeiträge sowie durch den Gemeindehaushalt getragen.

Auch wenn der Essenslieferant (Gastronomie & Eventbetrieb Mattheis, Gasthaus Lamm in Blaubeuren-Asch) bisher keine Preiserhöhung plant, ist es notwendig, aufgrund gestiegener Personal- und Betriebskosten den Kostenersatz für das Mittagessen entsprechend anzupassen, um eine nachhaltige Finanzierung zu gewährleisten und den Kostendeckungsgrad entsprechend zu erhöhen.

Der bisherige Kostendeckungsgrad lag bei ca. 70 %. Auf Grundlage der aktuellen Kostenkalkulation würde der Kostendeckungsgrad ohne Anpassung des Kostenersatzes nun bei ca. 67 % liegen.

Daher schlägt die Verwaltung eine Anpassung des Kostenersatzes für das Mittagessen auf einen Kostendeckungsgrad von 73 % vor.

Die Preise werden für das gesamte Schul- und Kindergartenjahr kalkuliert, sodass bei möglichen Kostenerhöhungen während des Schul- und Kindergartenjahres keine erneute Kalkulation durchgeführt wird und ein geringerer Kostendeckungsgrad zum Ende des Schul- und Kindergartenjahres möglich ist.

Mittelfristig wird ein Kostendeckungsgrad von mindestens 80% angestrebt.

 

Der Gemeinderat fasste folgenden Beschluss einstimmig:

Der Kostenersatz für das Mittagessen an den Schulstandorten und im Kindergarten Lube beträgt ab dem Schul- bzw. Kindergartenjahr 2026/2027:

 

für Schüler                                                 6,00 € (bisher 5,50 €)

für Lehrer und Erzieherinnen                7,10 € (bisher 6,50 €)

für Kinder Kiga Lube                                4,50 € (bisher 4,10 €)

 

Es wird mittelfristig ein Kostendeckungsgrad von 80% angestrebt.

 

 

TOP 3: Baugesuche – Beratung und Beschlussfassung

Frau Dietz stellte die Baugesuche vor:

 

  1. Baugesuch: Umnutzung Scheune in Wohneinheit in Schwörzkirch, Flst. 918

Der Gemeinderat erteilte einstimmig das gemeindliche Einvernehmen nach § 52 LBO i.V.m. § 30 BauGB.

 

  1. Baugesuch: Neubau Mehrfamilienhaus mit 3 Wohneinheiten und Garage, Umbau und Erweiterung best. Wohnhaus in Allmendingen, Finstergasse 3 + 5, Flste. 176/1 und 176/6

Der Gemeinderat erteilte einstimmig das gemeindliche Einvernehmen nach § 52 LBO i.V.m. § 34 BauGB.

 

  1. Baugesuch: Tektur: Abbruch best. Scheune und Neubau eines Mehrfamilienhauses mit 6 Wohneinheiten und Garage in Ennahofen, Hirtenberg 9, Flst. 40

Der Gemeinderat erteilte einstimmig vorbehaltlich der Zustimmung durch den Ortschaftsrat das gemeindliche Einvernehmen nach § 52 LBO i.V.m. § 30 BauGB.

 

 

TOP 4: Antrag auf Ausscheiden aus dem Gemeinderat von Gemeinderat Karl Allgaier – Beratung und Beschlussfassung

Mit Schreiben vom 16.05.2026 hat Gemeinderat Karl Allgaier den Antrag auf vorzeitiges Ausscheiden aus dem Gemeinderat gestellt. Er hat dabei wichtige Gründe angegeben.

Aus Datenschutzgründen kann nicht der volle Wortlaut zur Kenntnis gegeben werden.

In der Gemeindeordnung von Baden-Württemberg (GemO) sind wichtige Gründe aufgeführt, nach denen ein Ausscheiden aus einer ehrenamtlichen Tätigkeit verlangt werden kann:

 

  • 16 Abs. 1 GemO – Ablehnung ehrenamtlicher Tätigkeit

 

(1) Der Bürger kann eine ehrenamtliche Tätigkeit aus wichtigen Gründen ablehnen oder sein Ausscheiden verlangen. Als wichtiger Grund gilt insbesondere, wenn der Bürger

  1. ein geistliches Amt verwaltet,
  2. ein öffentliches Amt verwaltet und die oberste Dienstbehörde feststellt, dass die ehrenamtliche Tätigkeit mit seinen Dienstpflichten nicht vereinbar ist,
  3. zehn Jahre lang dem Gemeinderat oder Ortschaftsrat angehört oder ein öffentliches Ehrenamt verwaltet hat,
  4. häufig oder lang dauernd von der Gemeinde beruflich abwesend ist,
  5. anhaltend krank ist,
  6. das 67. Lebensjahr oder als Ehrenbeamter das 63. Lebensjahr vollendet hat oder
  7. durch die Ausübung der ehrenamtlichen Tätigkeit in der Fürsorge für die Familie erheblich behindert wird.

 

Ferner kann ein Bürger sein Ausscheiden aus dem Gemeinderat oder Ortschaftsrat verlangen, wenn er aus der Partei oder Wählervereinigung ausscheidet, auf deren Wahlvorschlag er in den Gemeinderat oder Ortschaftsrat gewählt wurde.

 

(2) Ob ein wichtiger Grund vorliegt, entscheidet bei Gemeinderäten der Gemeinderat, bei Ortschaftsräten der Ortschaftsrat.

 

Ob ein wichtiger Grund nach § 16 Abs. 1 GemO vorliegt, entscheidet bei Gemeinderäten der Gemeinderat, gem. § 16 Abs. 2 GemO.

 

Der Gemeinderat fasste folgenden einstimmigen Beschluss:

Dem Antrag von Gemeinderat Karl Allgaier auf Ausscheiden aus dem Gemeinderat aus wichtigem Grund wird stattgegeben.

 

 

TOP 5: Verabschiedung von Gemeinderat Karl Allgaier

 

Ihm Rahmen der Gemeinderatssitzung wurde das langjährige Mitglied des Gemeinderates Karl Allgaier feierlich verabschiedet. Nach vielen Jahren engagierter kommunalpolitischer Arbeite scheidet Karl Allgaier zum 30.06.2026 aus dem Gremium aus.

 

Während seiner Amtszeit setzte sich Karl Allgaier mit großem Verantwortungsbewusstsein und persönlichem Einsatz für die Belange der Bürgerinnen und Bürger sowie positiven Entwicklung der Gemeinde ein. In dieser Zeit wurden zahlreiche Projekte beschlossen und umgesetzt.

 

Bürgermeister Teichmann würdigte in seiner Ansprache das langjährige Engagement, die konstruktive Zusammenarbeit sowie die Bereitschaft, Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen.

Auch die Mitglieder des Gemeinderates schlossen sich den Dankesworten über die Fraktionssprecher an und verabschiedeten ihren langjährigen Kollegen mit großem Respekt und den besten Wünschen für den neuen Lebensabschnitt.

Als Zeichen der Anerkennung wurden Präsente überreicht und auf ausdrücklichen Wunsch von Karl Allgaier eine Spende getätigt.

Die Gemeinde bedankt sich herzlich für das langjährige Wirken und wünscht Karl Allgaier für die Zukunft Gesundheit, Glück und viele erfüllende Momente im Kreise der Familie sowie bei seinen persönlichen Vorhaben.

 

 

TOP 6: Verschiedenes / Fragen und Anregungen des Gremiums

Bürgermeister Teichmann terminierte die nächste Gemeinderatssitzung auf den 29.07.2026 in Allmendingen.

 

Wochenmarkt

Gemeinderat Hammer erkundigte sich zum Nachfolger von Baur Gölz. Bürgermeister Teichmann informierte, dass mit dem „Schirmerhof“ ein Nachfolger für den Allmendinger Wochenmarkt gefunden wurde.

 

Lob

Gemeinderat Hammer sprach sein Lob sowohl für den Bauhof für die Mäharbeiten im Bereich der Ladestraße, als auch für den Bademeister und alle Helfer und Verantwortlichen des Waldfreibades für den guten Ablauf und die Bewältigung der immensen Besucherzahlen am Wochenende aus. Bürgermeister Teichmann schloss sich den Lobesworten an.

 

Kehrmaschine

Gemeinderat Kneer erkundigte sich, wie oft die Kehrmaschine dieses Jahr noch fahren wird. Bürgermeister Teichmann informierte, dass noch drei Termine für die Kehrmaschine geplant sind.

 

Naturschutztage

Auf Nachfrage von Gemeinderat Hammer führte Gemeinderat Kneer die anstehenden Änderungen im Rahmen der Naturschutztage wie folgt aus:

– kleinere Gruppen für bessere Umsetzung auch hinsichtlich der Geräte und Maschinen

– keine Helfer/Personen unter 14 Jahren aufgrund des Versicherungsschutzes

– keine Zuschüsse mehr für die Naturschutztage 

– Mähgut darf nicht mehr Vor-Ort abgebrannt werden

 

Überörtliche Umleitung durch Allmendingen

Gemeinderat Geprägs erkundigte sich hinsichtlich der überörtlichen Umleitung durch Allmendingen, ob es eine Statistik und wer die Einnahmen aus der Verkehrsüberwachung erhält. Bürgermeister Teichmann führte hierzu aus, dass da es sich um eine Kreisstraße handelt, hierfür das Landratsamt Alb-Donau-Kreis zuständig ist. Die Gemeine erhält eine statistische Auswertung zum internen Gebrauch, die Einnahmen gehen an das Landratsamt Alb-Donau-Kreis.

 

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